Praxisnahe Qualifizierung im Berufsfeld Farbe
Im Auftrag des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal waren die Teilnehmenden an verschiedenen Schulen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet im Einsatz. Unter fachlicher Anleitung übernahmen sie unter anderem einfache Maler- und Tapezierarbeiten, Putz- und Trockenbauarbeiten sowie Vor- und Nachbereitungen auf Baustellen. Auch Markierungsarbeiten auf Schulhöfen, Grundabsicherungen nach Beschädigungen und unterstützende Tätigkeiten wie Kellerentrümpelungen gehörten zum Arbeitsalltag.
Durch diese realitätsnahen Einsätze konnten die Teilnehmenden wichtige Einblicke in den Arbeitsalltag auf Baustellen gewinnen und handwerkliche Grundfertigkeiten gezielt vertiefen.

Lernen durch Tun – Motivation und Selbstwirksamkeit
Ein zentrales Element der Maßnahme war die aktive Einbindung der Teilnehmenden in sinnstiftende, gesellschaftlich relevante Tätigkeiten. Die sichtbaren Ergebnisse der täglichen Arbeit trugen maßgeblich zur Motivation und zum gestärkten Selbstwertgefühl bei. Der strukturierte Arbeitsalltag mit einem zeitlichen Umfang von sechs Stunden pro Tag unterstützte zusätzlich die berufliche Stabilisierung.
Begleitend zur praktischen Arbeit wurden die Teilnehmenden sozialpädagogisch betreut. Diese individuelle Unterstützung half dabei, persönliche Herausforderungen zu bewältigen, eigene Stärken zu erkennen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Beitrag zur beruflichen Integration
Ziel der AGH Handwerk war es, praxis- und arbeitsmarktnahe Kompetenzen im Berufsfeld Farbe zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig sollte die Maßnahme eine Brücke zurück in den ersten Arbeitsmarkt schlagen. Die erworbenen Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage für weiterführende Schritte wie Praktika, Umschulungen oder Qualifizierungsmaßnahmen.
Gerade vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels im Handwerk eröffnen solche Arbeitsgelegenheiten motivierten Langzeitarbeitslosen reale Chancen zur beruflichen Neuorientierung. Neben fachlichen Kenntnissen wurden auch Zuverlässigkeit, Eigeninitiative sowie soziale und kommunikative Kompetenzen gestärkt – Fähigkeiten, die von Arbeitgebern besonders geschätzt werden.

Fazit
Mit der AGH Handwerk hat die GESA einen wichtigen Beitrag zur Aktivierung und beruflichen Integration langzeitarbeitsloser Menschen in Wuppertal geleistet. Die Kombination aus praktischer Qualifizierung, sozialpädagogischer Begleitung und sinnvoller Tätigkeit im öffentlichen Raum hat gezeigt, wie Beschäftigungsförderung nachhaltig wirken kann.